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Finalist beim Stiftungspreis 2011

Der im Mai 2011 von der Hochschulgruppe organisierte Hochschultag Ökosoziale Marktwirtschaft und Nachhaltigkeit landete unter den besten drei Projekten bei der Auszeichnung der "Stiftung Wissen plus Kompetenzen" und des House of Competence.

"Am 15. Juni 2011 wurden am KIT einem größeren Publikum Risiken und Chancen der aktuellen Weltwirtschaftslage u.a. in Vorträgen, Workshops und einer Filmvorführung näher gebracht. Die Resonanz war sehr gut, die Zuhörer waren vom Programm beeindruckt.", schreibt die "Stiftung Wissen plus Kompetenzen".  

Die "Stiftung Wissen plus Kompetenzen" vermittelt ergänzend zum Fachstudium wichtige Schlüsselqualifikationen für ein effizientes Studium sowie die berufliche Praxis. Mit dem Stiftungspreis fördert "Wissen plus Kompetenzen" in Kooperation mit dem HoC herausragende Teamprojekte, die in besonderer Weise dem Aufbau von persönlichen, methodischen und sozialen Kompetenzen dienen oder gedient haben.

Bewerben können sich alle Studierende, Dozenten und Institute, die ein Teamprojekt betreiben oder betrieben haben, das spezifische Merkmale zur Entwicklung von Schlüsselqualifikationen beinhaltet hat. Der Preis wird jährlich ausgeschrieben und ist mit insgesamt 5000 Euro dotiert.

Resümee zur Eventreihe "Globales Denken"

Stefan Fuchs bei seinem Einführungsvortrag zum Film
Einführungsvortrag von Stefan Fuchs zum Film "Let's make Money"
Götz Werner bei seinem Vortrag zum Bedingungslosen Grundeinkommen
Götz Werner bei seinem Vortrag zum Bedingungslosen Grundeinkommen am 06. Dezember

5.Dezember 2011. Montagabend, ein großes, umrandetes Gleichheitszeichen ziert die Tafel im Akademischen Auslandsamt der Universität Karlsruhe. Gleichgewicht - das ist nicht nur die Idee einer Welt in Balance, sondern auch die Motivation der Eventwoche "Nachhaltiges Denken" der Hochschulgruppe Global Marshall Plan Karlsruhe.

Der Saal ist gefüllt mit Studenten verschiedenster Fachrichtungen, gleichwohl lauschen dem Vortrag Bürger und Interessierte von Jung bis Alt verschiedenster Nationalität. Doch nicht nur gleichgewichtige Verteilung des Publikums, auch eine ausgewogene Balance der Themen soll eine Rolle spielen: Aus den Bereichen Umwelt, Politik, Wirtschaft, und Technik entsteht eine Melange, die eine Woche lang im Rahmen von Abendveranstaltungen anziehen soll.

Ein anspruchsvolles Programm von Montag bis Freitag

Was an besagtem Montag mit dem Vortrag über "Land Grabbing", dem Phänomen der "Neuen Land- und Agrarinvestitionen in Afrika", mit einem globalökologischen und -wirtschaftlichen Ethikdiskurs beginnt wird am folgenden Tag kontrastiert. Nun referiert Götz Werner, Anthroposoph und Gründer der Drogeriemarktkette "dm", über seine politphilosophische Gesellschaftsvorstellung unter der Prämisse eines bedingungslosen Grundeinkommens. Auch der Wechsel vom Mikroskop zum Teleskop wird gewagt: Am Mittwoch wird der Präsentation einer Vertreterin eines Startups zur Installation von Kleinstwasserkraftwerken am Amazonas gelauscht. Wir werden informiert über die Idee, auf kleinster Ebene Energieversorgung zu gewährleisten. Donnerstags darauf betrachten wir im Gegenzug die makroskopischen Folgen von Energiegewinnung, während uns ein Experte des ITAS (Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse in Karlsruhe) über den Carbon Footprint von Energiebranchen aufzuklären versucht. Letztendlich kann der interessierte Besucher der Eventwoche auch seinen persönlichen Ausgleich zwischen Input und Output finden: Ein gemeinsamer "Rettet die Welt"-Abend im Studierendenzentrum bietet Raum und Zeit für Diskussionen, Beisammensein und kritische wie auch ideenreiche Aussprachen. Abgeschlossen wird die Woche durch die Präsentation des Streifens "Let's Make Money", eine wirtschaftskritische Produktion, die uns mit neuen Anstoßpunkten versorgt.

Die Eventwoche "Globales Denken": ein wichtiger weiterer Schritt

Zusammenfassend können die Besucher der Veranstaltungen sowie die Hochschulgruppe mit ihren Partnern die Balance zwischen Rückblick und Ausblick finden. Gut gefüllte Vortragsräume in Kooperation mit verschiedenen Einrichtungen, Publikum aus unterschiedlichen Bereichen, ein breit gefächertes Themensortiment und kontroverse Diskussionen stehen rückblickend für eine gelungene Eventwoche "Nachhaltiges Denken" und belohnen für einen ausgiebigen Planungsvorlauf. In die Zukunft gesehen wird offenbar, dass die Zahl der Verflechtungen und komplexer Probleme zunimmt und sich in ausgleichender Gegenüberstellung von Meinungen oft auch Gegensätze auftun. Hoffnung gibt der Diskurs, der stattfand und wieder stattfindet, damit hinter dem Gleichheitszeichen auf der Tafel kein Fragezeichen stehen wird, sondern der Kreis sich schließen kann.


Bedingungsloses Grundeinkommen: Ein nachhaltiges Modell?

Eine Aufzeichnung des Vortrags von Götz Werner vom 06. Dezember 2011 im Rahmen unserer Eventwoche ist als Aufzeichnung verfügbar.

Der Vortrag von Götz Werner, Anthroposoph und Gründer der Drogeriemarktkette "dm", über seine politphilosophische Gesellschaftsvorstellung unter der Prämisse eines bedingungslosen Grundeinkommens, wurde nun online gestellt und kann in voller Länge im DIVA des KIT angeschaut werden: Link zum Vortrag.

Eventreihe "Globales Denken" vom 05. bis 09. Dezember

Unter anderem mit Götz Werner mit einem Vortrag zum bedingungslosen Grundeinkommen und dem Start-Up "Smart Hydro Power". Kleines Highlight ist sicherlich auch unser Schlonz am Do., 06.12., ab 20 Uhr im Anschluss an einen Vortrag in Kooperation mit kine.
Vorderseite des Flyers der Eventwoche -Nachhaltiges Denken- im Dezember '11
Vorderseite Flyer mit Programm
Die Tage werden kürzer und das Jahr neigt sich langsam aber stetig seinem Ende zu. Doch die Zeit der Idylle ist noch nicht gekommen: Noch immer müssen sich Menschen in Diktaturen täglich vor staatlicher Willkür fürchten und noch immer sterben täglich tausende Menschen, vor allem Kinder, an Unterernährung. Nach wie vor ignorieren die Industriestaaten ihre selbst gesetzten Ziele zur Zahlung von Geldern zur Entwicklungshilfe und nach wie vor fehlt es an nachhaltigen Programmen, die jene Menschen zur Selbständigkeit befähigen. Trotz der aktuellen Finanzkrise, nur eine weitere von vielen in den letzten Jahrzehnten, lassen Reformen des Finanzmarktes auf sich warten und trotz der extremen Staatsverschuldung in vielen Ländern weltweit, präsentiert nur eine Minderheit der Staaten zumindest einen ausgeglichenen Haushalt. 
 
Warum ist das so? Was können wir als Global Marshall Plan Hochschulgruppe tun? Und was können wir lokal bei uns verändern? Was denkst du dazu?
 
Viele dieser Themen wirst du auch im Rahmen unserer Eventwoche wiederfinden und Gelegenheit haben, mit Experten darüber zu diskutieren. Auch im Rahmen unseres Schlonzes am Donnerstag, 08.12. ab 20 Uhr, durch den wir mit deiner Hilfe unser Spendenprojekt für den Urwaldschutz in Guatemala finanzieren wollen, wird noch einmal ausgiebig Raum für kritische Gespräche, Diskussionen sein. 
 
Informationen zu Terminen und den einzelnen Vorträgen findest du noch einmal im Flyer oder ganz praktisch im facebook in unserer Gruppe Eventwoche "Nachhaltiges Denken" (Global Marshall Plan)

Hochschulgruppen-Wochenende

Am 29. und 30. Oktober haben wir uns ein ganzes Wochenende lang in den Räumen des KIT mit neuen Ideen, Projekten und Zielen auseinander gesetzt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Andi leitet das Brainstorming
Andi leitet das Brainstorming
Nils erklärt Ergebnisse des Brainstormings zur Hochschulgruppe
Jens stellt Ergebnisse des Brainstormings zur Hochschulgruppe vor
gemütlicher Ausklang des ersten Tages mit gemeinsamem Essen
gemütlicher Ausklang mit gemeinsamem Essen

"Pantha rei" - getreu dieser populären Kurzformel, welche die Erkenntnis des Heraklit von Ephesos über eine einem natürlichen, beständigen Wandel unterworfenen Realität, in Worte zu fassen sucht, gießt die Hochschulgruppe Global Marshall Plan Karlsruhe frische Formen für ihre Arbeit:

Der Wandel der Gesellschaften erfordert stetig einhergehend einen Wandel im Kleinen. Darum haben sich die Mitglieder der Global Marshall Plan Hochschulgruppe Karlsruhe in den letzten Oktobertagen ein Wochenende lang getroffen, um ihre inneren Strukturen und Motivationen für das begonnene Semester aufs Neue zu formulieren und auszuarbeiten.

Mikrokredite und "Rettet die Welt"-Schlonz

Im organisatorischen Block am Samstag wurden neue Projekte unter die Lupe genommen, sowie über den Ausbau von Bestehendem diskutiert. Etwa soll ein Maßnahmenkatalog für nachhaltiges Studentsein im Alltag erstellt werden, die Bücherabos des Global Marshall Plan an den Mann und Bibliotheken gebracht und ein studentischer "Rettet die Welt"-Abend auf dem Universitätsgelände veranstaltet werden. Die größten Unternehmungen sind jedoch die Organisation und Durchführung einer Eventreihe von Vorträgen breit gesäter Vertreter aus Wirtschaft, Ökologie und Sozialem, die den Umfang der Öffentlichkeitsarbeit unserer Hochschulgruppe erweitern dürften. Überdies wurden Ideen gesammelt, an Mikrokreditprojekten mitzuwirken.Für den Gruppengeist und die Verknüpfung von organisatorischer und freundschaftlicher Bande sorgten gemeinsame Abende bei Gaumenschmaus, Saitenspiel und Humor, was die Gemüter für eine anstehende Diskussion zum Thema "Bedingungsloses Grundeinkommen" am nächsten Tag aufheizte.

Um öffentlichkeitswirksam aufzutreten, bildeten Gruppenarbeiten zum Thema Internetpräsenz sowie Marketing, nebst Aspekten des Fundraising und der internen Finanzen weitere elementare Bausteine des dynamischen Puzzles, an dessen Beginn sich die Hochschulgruppe an diesem Wochenende gesetzt hat.

Start ins neue Semester mit vielen neuen und konkreten Projekten

Ist vielleicht das Innerste noch nicht im Detail zusammengepuzzelt, so bleibt gleichwohl der Nachhall eines lebendigen Wochenendes zwischen den anstehenden Gruppentreffen schweben. Und wir Mitglieder streben voll Aufbruchstimmung weiter ins anbegonnene Semester, enstammt doch auch in den Philosophien des Heraklit alles Dasein aus einem Feuer, das den Kosmos trägt und durch den Fluss der Welt weht.

Vom berichteten Seminarwochenende inspiriert, organisiert die Hochschulgruppe bereits ihr nächstes größeres Event, so dass im kommenden Monat, vom 5. bis 9. Dezember, eine Event-Woche zum Thema "Nachhaltiges Denken" in Karlsruhe stattfinden wird.